Fragen Sie Professor Malte Burba

Aus der Fülle der Fragen, die Malte Burba immer wieder erreichen, greifen wir jeden Monat einige heraus, die alle interessieren könnten. Wenn Sie eine Frage haben, die auf dieser Seite beantwortet ­werden soll, dann mailen Sie an: burba[at]clarino.de

Ich habe gehört, dass Sie das Üben im Liegen favorisieren. Was soll das denn bringen?

Man hört so allerlei und meistens ist es dummes Zeug! Um das Einatmen zu üben, also den eigenen Körper dabei besser zu verstehen, ist das Üben im Liegen mit nach oben gelegten Beinen hilfreich. Dabei lernt man leichter, welche Muskeln dabei effektiv arbeiten und welche man an der Mitwirkung behindern sollte. Beim Spielen eines Blechblasinstruments, das heißt immer wenn wir gegen einen Widerstand aus­atmen, atmen wir aktiv aus und nicht passiv wie beim normalen Ausatmen. Als Nebeneffekt wird dabei der venöse Rückstrom des Blutes (also das Blut, das zum Herzen zurückfließt) behindert, das Blut staut sich in den Extremitäten, den Armen, Beinen und dem Kopf. Im Stehen unterstützt uns in der Regel die Schwerkraft, dabei größeres Unheil zu verhindern, obwohl manchmal der rote Kopf anzeigt, dass das richtige Maß nicht gefunden wurde. Im Liegen aber arbeitet die Schwerkraft gegen uns und es ist demnach schlicht ungesund, wenn nicht gar gefährlich, im Liegen ein Blechblas­instru­ment zu spielen. Vergessen Sie also diesen Unsinn und geben Sie das bitte auch der Quelle, von der Sie das gehört haben, weiter!

  • 23.10.2013
  • Praxis
  • Malte Burba
  • Ausgabe: 11/2013
  • Seite 11

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