Fragen Sie Professor Malte Burba

Aus der Fülle der Fragen, die Malte Burba immer wieder erreichen, greifen wir jeden Monat einige heraus, die alle interessieren könnten. Wenn Sie eine Frage haben, die auf dieser Seite beantwortet ­werden soll, dann mailen Sie an: burba[at]clarino.de

Was genau bedeutet eigentlich Flatterzunge und wie kann man das lernen?

Wie der Name sagt: dass die Zunge flattert! Genauso wie es zwei Möglichkeiten gibt, den Laut »RRR« zu bilden, gibt es zwei Möglichkeiten, diesen schnarrenden Klang auf dem Instrument zu produzieren: mit der Zungenspitze oder dem Gaumenzäpfchen (Uvula). Die Lautbildung mit der Zungenspitze ist vom Klangeffekt penetranter, aber wegen der anderen Aufgaben der Zunge bei der Tonerzeugung vom Register her beschränkt. Der klangliche Effekt des Halszäpfchens ist undeutlicher, dafür weniger abhängig von der Tonhöhe, bringt aber bisweilen den unerwünschten Nebeneffekt mit sich, dass Luft geräuschhaft aus der Nase entweicht. Welche Art von Flatterzunge Sie bevorzugen bzw. bei ­Ihnen überhaupt funktioniert, hängt von Ihrem Sprechen ab: Wenn Sie den Laut »RRR« nicht mit der Zungenspitze produzieren können (so wie es etwa in Bayern üblich ist), werden Sie zunächst auf die hintere Klangerzeugung zurückgreifen bzw. einmal bei einem Logopäden vorbeischauen müssen.

  • 20.09.2013
  • Praxis
  • Ausgabe: 10/2013
  • Seite 11

« zurück