Fragen Sie Professor Malte Burba

Aus der Fülle der Fragen, die Malte Burba immer wieder erreichen, greifen wir jeden Monat einige ­heraus, die alle interessieren könnten. Wenn Sie eine Frage haben, die auf dieser Seite beantwortet ­werden soll, dann mailen Sie an: burba[at]clarino.de

Ich spiele Trompete. Da sich meine oberen Schneidezähne im Laufe der Jahre verändert haben, lasse ich aktuell mittels unsichtbarer Zahnspange die Zähne »zurechtrücken«. Diese Zahnspange besteht aus mehreren Plastikschienen, die nach und nach die Zähne hinbiegen. Vorteil: ich kann weiter Trompete spielen (Schienen werden beim Üben und beim Gig herausgenommen). Nachteil: die Zähne verändern sich und dadurch auch die eingeschwungene Position der Zunge, Kiefer etc. beim Spielen, was Höhe, Sicherheit und Ausdauer negativ beeinflusst. Frage: Mit welchen Übungen kann man dem entgegenwirken?

Die Zähne hatten sich bisher ja auch laufend verändert (deswegen haben Sie ja mit der Spangen-Aktion überhaupt be­gonnen!) und verändern sich auch ohne Spange permanent weiter! Versuchen Sie das zu ignorieren und nehmen Sie das nicht so ernst! Die Veränderungen gehen langsam genug voran, sodass sich der Körper daran gewöhnen und darauf einstellen kann. Das Problem ist nicht die perma­nente leichte Veränderung, sondern Ihre etwas überängstliche Reaktion auf ein sich ständig änderndes Gefühl! Vergessen Sie also Ihr Sicherheitsdenken und akzeptieren Sie, dass alles beständig in Veränderung begriffen ist!

 

  • 17.12.2012
  • Praxis
  • Malte Burba
  • Ausgabe: 1/2013
  • Seite 11

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