ford bigband - dinnermusik der werkskapelle: leichte muse zu leichter kost

  • 21.09.2011
  • Jazz
  • Franz X.A. Zipperer
  • Ausgabe: 4/2003
  • Seite 22-25

Der Startschuss fiel 1992: Jürgen Konietzny und einige jazzinteressierte Werksangehörige riefen die »Ford Bigband« Köln ins Leben. Ziel der Band: Möglichst viele Facetten des Bigband-Jazz zu beleuchten. Und das ist ihr gelungen. Denn heute reicht ihr Repertoire von den swingenden Songs eines Glenn Miller bis zu den modernen Arrangements des Komponisten Peter Herbolzheimer. Nach einem Workshop trat die Band im vergangenen Jahr unter der Leitung von Herbolzheimer im Rahmen der Triennale auf. In diesem Jahr widmet sie sich dem Jazz-Gesang und betritt mit Regina Mester die Bühne, die als Sängerin mit zahlreichen Besetzungen von der Combo bis zur Bigband der Bundeswehr zusammenarbeitet.

Mittwochmorgen kurz nach elf in Köln. Markus Hoitz holt mich an der U-Bahnstation Chorweiler ab. Wir fahren hinaus zu den Ford-Werken, nach Merkenich. Markus Hoitz ist katholischer Pfarrer, sein Durchfahrtsausweis der Stadt Köln weist ihn auch als Notfallseelsorger aus. Doch das sind an diesem Tag nicht seine Hauptrollen. Er trägt ein blasslilafarbenes Jackett, auf der Brusttasche prangt ein blau-silbernes Ford-Logo. Auf dem Rücksitz liegt ein schwarzer Instrumentenkoffer. Zur gleichen Zeit macht sich Jürgen Konietzny, seines Zeichens Musikschullehrer aus Weilerswist, Richtung Merkenich auf. Gleich zwei Instrumentenkoffer hat er im Gepäck. Und auch er hat sich heute für das blasslila Jackett entschieden. Der Ford-Manager Andreas Ostendorf wechselt im Büro sein Jackett von Anthrazit zu besagter zarten Frühlingsfarbe, steckt sein Handy ein, das er noch schnell auf lautlos gestellt hat. Und greift zu seinen beiden Instrustrumentenkoffern.

 

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