Finale für jedermann (5) - Ein Blog für Anfänger und Fortgeschrittene

In den bisherigen Blogs war die Eingabe des Notentextes mit Legatobögen, Crescendi, Diminuendi, Dynamik und Artikulationszeichen das vorherrschende Thema. Nun wollen wir uns in diesem Blog mit dem Layout des eingegebenen Notentextes beschäftigen: Wir geben unserem Notentext ein Format und erstellen weitere Einzelstimmen. Die Datei »Back-to-the-Future-Test« ist unter bit.ly/finale-fuer-jedermann-5/ downloadbar.

Wenn Sie sich bereits zu Beginn der Erstellung eines Notentextes vom Dokument-Assistenten leiten lassen, wird schon im ersten Fenster Grundsätzliches abgefragt, wie:

  • Für welches Ensemble möchte ich schreiben?
  • Welchen Dokumentstil will ich verwenden?
  • Welche Seitengröße wähle ich für meine Partitur und die Einzelstimmen?

Wir können aber auch im Nachhinein alle Formate ändern. Dies wollen wir nun gemeinsam tun. Anhand der Datei »Back-to-the-future­-Test« können wir gemeinsam alle Schritte nachvollziehen: »Back-to-the-future-Test« ist ein Ausschnitt (Takt 1 bis 154) einer nicht verlegten Bearbeitung. Während der Arbeit an dieser Be­arbeitung stellen wir fest, dass 32 Notensysteme den Ausdruck auf DIN A3 verlangt. Die Einzelstimmen belassen wir im Format DIN A4.

Wir gehen unter Menü »Dokument« auf »Seitenformat – Partitur«. In diesem Fenster ändern wir die Seitengröße und passen die Skalierung des Seiteninhalts an. Prozentual muss der Seiteninhalt auf 140 Prozent vergrößert werden. Bei der Gelegenheit ändern wir auch den linken Abstand zum Seitenrand und legen diesen zum Beispiel auf 250 fest, um dem ausführlichen Systemtext vor dem Perkussionssystem mehr Platz zu geben.

Das Seitenformat für die Einzelstimmen belassen wir bei DIN A4. Aus meiner Erfahrung ergibt sich ein übersichtliches und nicht zu gedrängtes Notenbild, wenn ich auf der ersten Seite nicht mehr als neun Systeme (man darf die Copyright-Angaben nicht vergessen) und auf den weiteren Seiten nicht mehr als zehn Systeme platziere.

Falls Sie dies ändern möchten, empfehle ich, zunächst die Abstände zwischen den Systemen zu verkleinern. Erst wenn diese Änderung dazu führt, dass zu wenig Raum bleibt für die dynamischen Zeichen, Bindebögen etc., würde ich die »resultierende Akkoladenskalierung« aus den beiden Werten der Notensystemhöhe und der Skalierung der Akkolade verkleinern.

Die bestehenden Einstellungen können beim Öffnen des Menüs »Dokument – Seitenformat – Stimmenauszüge« eingesehen bzw. verändert werden.

Hilfe, es verändert sich zunächst rein gar nichts!?

Ja, das stimmt! Vorgenommene Veränderungen wirken sich erst aus, wenn wir das »Seitenlayout-Werkzeug« anwählen und unter dem Menü »Seitenlayout – Seiten neu formatieren« Finale anweisen, auf welche Seiten sich nun diese Änderungen auswirken sollen. Wir lassen uns die Partitur in der Seitenansicht anzeigen.

  • 24.02.2016
  • Praxis
  • Walter Ratzek
  • Ausgabe: 3/2016
  • Seite 17-19

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