Finale: Das Programm der unbegrenzten Möglichkeiten - Aus der Praxis für die Praxis

  • 20.08.2014
  • Praxis
  • Walter Ratzek
  • Ausgabe: 9/2014
  • Seite 20-22

Mit dieser Ausgabe startet in CLARINO ein neuer Workshop: »Finale – aus der Praxis für die Praxis«. mit der Er­stellung ­einer Bearbeitung für Blasorchester lernen Sie die ­Arbeits­weise und Funktionen von Finale in diesem und weiteren Workshops kennen.

WORKSHOP 1: Erstellen einer Partitur

Bei der Arbeit mit Finale werden Sie bemerken, dass das Programm ­immer meh­rere Lösungsmöglichkeiten anbietet. Aus diesem Grund wird man sich bei einer rein intuitiven Annäherung an das Programm sehr leicht verzetteln. 

Nach dem Öffnen von Finale (hier Finale 2012 oder 2014) bietet uns das Programm mehrere Möglichkeiten. Wir klicken auf die erste, den »Dokument-Assistenten«. Er bietet mit »Symphonisches Blasorchester« unter »Wählen Sie ein Ensemble« bereits eine mögliche Vorlage, die wir aber jetzt nicht auswählen – wir wählen »keins« (ganz oben) und übernehmen auch im neben­stehenden Fenster »Gedruckt«. Die Seitengröße mit DIN A4 übernehmen wir ebenso und gehen mit einem Klick »weiter«. Hier wählen wir zunächst »Holzblasinstru­mente« an und im zweiten Fenster die tatsäch­liche Besetzung. Mit »hinzufügen« erstellen wir nach und nach die komplette Holzbläserbesetzung (Flöte, Oboe, Fagott, ­Klarinette in Es, Klarinette in B (3x), Bassklarinette, Altsaxofon, Tenorsaxofon, Baritonsaxofon). 

Walter Ratzek

wurde 1960 in Offenau geboren. Von früher Kindheit an widmete er sich dem Klavier und später der Quer­flöte. Nach seinem Abitur trat er 1979 in Stuttgart beim Heeresmusikkorps 9 in die Bundeswehr ein. Von 1980 bis 1985 studierte er dann Kapellmeister, Dirigieren bei Prof. Wolfgang Trommer und Klavier bei José Luis ­Prado an der Robert-Schumann-Hochschule für Musik Düsseldorf. Das Kapellmeisterdiplom stand am Ende seiner Stu­dien. Anschließend war er als 2. Musikoffizier beim ­Gebirgsmusikkorps 8 Garmisch-Partenkirchen und ab 1987 als stellvertretender Chef des Stabsmusikkorps der Bundeswehr und Leiter des Kammer­orches­ters eingesetzt. Von 1989 bis 1995 leitete er als Chef das ­Heeresmusikkorps 2 Kassel. Anschließend wurde ihm die Leitung des Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr anvertraut. Von Oktober 2001 an war ihm die Leitung des Musikkorps der Bundeswehr übertragen. Bis 2014 war er nun Leiter des Stabsmusikkorps in ­Berlin. Als Gastdirigent national wie international ­renommierter Orchester, ­Leiter von Workshops und ­diversen Fortbildungsmaßnahmen ist Ratzek in der Szene sowohl als Dirigent als auch Pianist international bekannt. Viele CD-Produk­tionen mit verschiedenen sinfonischen Blasorchestern belegen sein Klangideal, das auf einer lupenreinen Intonation, brillantem Rhythmus und ausgeglichener Balance aufbaut und so exemplarische künstlerische Inter­pretationen ermöglicht. Seit Juli dieses Jahres ist ­Ratzek vorzeitig aus der ­Bundeswehr ausgeschieden und befindet sich im(Un-)Ruhestand.

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