Fabio di Càsola - »Man muss sich von den Ängsten befreien«

  • 21.09.2011
  • Porträt
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 6/2011
  • Seite 32-33

In Frankreich tobt die Französische Revolution, die Schweiz feiert ihr 500-Jahr-Jubiläum und in der Schlacht am Wabash River erleidet die US-Armee ihre größte Niederlage im Kampf mit Indianern. Im Jahr 1791 vervollständigt zudem ein gewisser Wolfgang Amadeus Mozart sein Klarinettenkonzert, ein Werk, das wegen des Todes des Komponisten am 5. Dezember dieses Jahres als das letzte vollendete Mozart-Werk in die Musikgeschichte ein­gehen wird.Es ist natürlich auch der »Mythos des letzten Werks«, der das Klarinettenkonzert in A-Dur (KV 622) so besonders macht, zumal dieses Konzert das einzige überlieferte ist, das Mozart für dieses Instrument komponierte. Doch selbstredend ist das Werk auch musikalisch über jeden Zweifel erhaben. Als Klarinettist kommt man wohl an diesem Werk nicht vorbei. Alle haben es schon gespielt: Alfred Prinz mit den Wiener Philharmonikern, Sabine Meyer mit der Staats­kapelle Dresden, Martin Fröst mit der Amsterdam Sinfonietta. Benny Goodman hat sich dem Konzert ebenso angenommen wie Giora Feidman. Auch die Verwendung in der Filmmusik (»Jenseits von Afrika«) hat der Popu­larität keinen Abbruch getan. Ganz im Gegenteil.

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