elementarer musikunterricht - integration von prinzipien und inhalten

»Prinzipien der elementaren Musikpädagogik im Instrumentalunterricht« – so heißt ein neuer Schwerpunkt an der Anton-Bruckner-Privatuniversität Linz, welchen die Student(inn)en im Rahmen ihres IGP-Masterstudiums belegen können. Der Anstoß dazu, einen Schwerpunkt mit diesen Inhalten einzurichten, kam von den Studierenden selbst: Viele der Masterstudent(inn)en unterrichten bereits seit längerem an Musikschulen und machen daher Unterrichtserfahrungen, die sie zur konkreten Formulierung von Weiterbildungsbedürfnissen führen, das heißt sie suchen Antworten auf Fragen wie »Wie unterrichte ich Gruppen? Wie kann ich schon auf einem Ton mit meinen Schülern musizieren? Wie kann ich im Instrumentalunterricht mit Anfängern improvisieren? Welche Methoden gibt es jenseits von Nachahmung oder rein verbaler Erklärung?«.

Außerdem wird deutlich, dass sich das Anforderungsprofil für Lehrkräfte an Musikschulen verändert hat. So formulierte der Landesmusikschuldirektor Karl Geroldinger in einem Vortrag an der Anton-Bruckner-Privatuniversität: »Wir bieten Unterricht mit hohem ›Erlebnisgehalt‹, der mehrere Sinne anspricht und zu einem umfassenden Kultur- und Kunstverständnis führt. Unsere Schüler erleben Einzel-, Partner- und Ensembleunterrichtsformen, die regelmäßig mehrmals wöchentlich bis zu Projekt- und Workshopformen stattfinden. Jedenfalls ist eine ›breite‹ Ausbildung der Lehrer notwendig: Neben instrumentalem Können muss ein Lehrer an einer Landesmusikschule vom elementaren Singen bis zum rhythmischen Training in der Gruppe fit sein.«

 

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Bianka Wüstehube
  • Ausgabe: 12/2005
  • Seite 48-49

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