einsatz von effektgeräten - die gitarrenkollegen werden vor neid erblassen

  • 21.09.2011
  • Praxis
  • Richard Goerlich, Ra
  • Ausgabe: 5/2003
  • Seite 40-41

Statt »Einsatz von Effektgeräten« könnte die Überschrift auch lauten: »Der Einsatz von Bohrmaschinen in der modernen Musikproduktion«. Denn: Einen ähnlichen Stand hat der Einsatz von Effektgeräten ungefähr bei Blasinstrumenten. Nämlich keinen.

Bis auf ein paar wenige neugierige, grenzgängerische Außenseiter, die der »Klangveränderung durch technische Hilfsmittel« einen beachtlichen Teil ihrer musikalischen Tätigkeit widmen, ist bisher in der Geschichte der Blasmusiker eine stiefmütterliche Behandlung des Themas »Effektgeräte« angesagt. Warum? Zu Anfang der 70er Jahre, als beispielsweise die Jazzmusiker Michael und Randy Brecker erstmals Effektgeräte benutzten, mutete ihr Einsatz gerade im sinfonischen, aber auch im avantgardistischen Jazz-Bereich selbst aufgeschlossenen Kollegen befremdlich an. Und zugegeben: Ein paar Versuche aus dieser Zeit, neue Ausdrucksmöglichkeiten auf diesem Gebiet zu erschließen, darf man getrost unter der Rubrik »Geschmacksverirrungen« ablegen. richtig lustig.

 

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