Einmal pro Jahr in die Werkstatt - Hinweise und Tipps zur Pflege von Blechblasinstrumenten - nicht nur für Leiter von Bläserklassen

  • 21.09.2011
  • Instrument
  • Michael Hollenstein
  • Ausgabe: 10/2001
  • Seite 26-27

Blechblasinstrumente können von jedem Spieler mit wenig Aufwand relativ lang funktionstüchtig erhalten werden. Im Gegensatz zu Saiteninstrumenten, die von Zeit zu Zeit neue Saiten benötigen oder Tasteninstrumenten, bei denen eine regelmäßige Stimmung und Wartung vom Fachmann nötig ist, gestaltet sich die Pflege von Blechblasinstrumenten denkbar einfach. Hierzu sollen an dieser Stelle nützliche Hinweise und Tipps gegeben werden.

Blechblasinstrumente werden aus einer Kupfer-Zink-Legierung hergestellt, Messing genannt (englisch: Brass). Je höher der Kupferanteil, desto rötlicher die Farbe des Messing, daher der Name Goldmessing. Ist dem Messing Nickel beigemischt, nennt man es Neusilber. Diese drei Legierungen werden auch als Buntmetalle bezeichnet und unterliegen keiner natürlichen Alterung. Die naheliegende Vermutung, diese Instrumente würden ewig halten, ist jedoch falsch. Durch die ständige Feuchtigkeit im Instrument bilden sich Schmutz und Grünspan. Dies kann Funktionsstörungen wie z.B. das Hängen der Ventile zur Folge haben. Darüber hinaus tritt auch eine Korrosion des Metalls ein, was über Jahre sogar zum Entstehen von Löchern führen kann. Um diesen Problemen vorzubeugen, müssen die Instrumente regelmäßig gereinigt werden.

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