»...eine recht feine trompete und mit gutem geschmacke« - Leopold Mozart – Leben für den Sohn und Schaffen für die Blechbläser

Auch für ihn ist Jubiläumsjahr. Nicht nur, weil am 27. Januar 1756 sein Sohn geboren wurde, in dessen Schatten beziehungsweise auf diesen Schatten werfend er heute meist gesehen wird. Nein, der Vater Leopold Mozart stand selbst auf dem Höhepunkt seines Schaffens: In Augsburg kam seine Violinschule heraus und wurde vermutlich erstmalig die »Musikalische Schlittenfahrt« aufgeführt, ein Stück, das durch die Besetzung der Blechbläser mit zwei Hörnern und vier Trompeten recht prächtig klingt.Leopold Mozart kam am 14. November 1719 in Augsburg zur Welt. Er sang schon als Kind in den Kirchen St. Ulrich und Heilig Kreuz. Die von 1729 bis 1736 dauernde Schulzeit an Gymnasium und Lyceum der Jesuiten schloss er »magna cum laude« ab. Schon während der Schulzeit zeigte sich seine Musikalität, da der sichtlich überraschte Sohn nicht ohne Stolz vierzig Jahre später schreiben konnte: »appropos. kann sich der Papa des Nammens freysinger nicht erinnern? – [Er] sagt, er kennt den Papa sehr gut, er habe mit dem Papa studiret. er erinnert sich noch [. . .], wo der Papa,

Erich Broy

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • : daß war mir völlig neü :
  • Ausgabe: 2/1998

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