Eine Märchenskizze: "Der Rattenfänger von Hameln" von Stephen Adam

  • 17.06.2014
  • spielBAR
  • Joachim Buch
  • Ausgabe: 7-8/2014
  • Seite 64-67

Als im Oktober 2013 in Hammelburg erstmals das Festival »UNerHÖRTes« stattfand, erlebte auch Stephan Adams Märchenskizze »Der Rattenfänger von Hameln« (Hubert Hoche Musikverlag) ihre Premiere. Der Auftrag wurde von der dort ansässigen Bayerischen Musikakademie vergeben. Vorgabe war, dass das Stück von einem Jugendorchester bewältigt werden können sollte.

Stephan Adam hat den Untertitel »Märchenskizze« für seine Komposition bewusst gewählt. »Das Stück nimmt musi­kalisch nur einige Aspekte des Märchens auf und deutet, wie eine Opernouvertüre, skizzenhaft das zukünftige Geschehen an.« Adams Höchststufenwerk »Fatum« nach dem Roman »Les Travailleurs sur la Mer« (dt. Das Teufelsschiff) von Victor Hugo ist ähnlich konzipiert, nur eben größer besetzt und von längerer Dauer.

»Der Rattenfänger von Hameln« gehört zusammen mit dem »Fanfarentanz« für Pauken, Blasorchester und Brassband sowie der »Meditation« für Bläserklasse zu einer Gruppe von Werken, mit denen Stephan Adam nach eigener Auskunft »nicht nur Höchststufenansprüche bedienen wollte«. Das Schreiben für leistungsschwächere Ensembles erfordere »eine große Disziplin und die Bereitschaft, vor Ort mal nachzufragen, was denn noch machbar ist und was auf keinen Fall. Aber ich nehme immer mal gerne eine solche Herausforderung an.«

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