Eine lebende Orgel: "Symbole d´espoir" von Pierre Nimax

Die Komposition mit dem deutschen Titel »Symbol der Hoffnung« entstand 1983 anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Brassband des Konservatoriums Esch-sur-Alzette, der zweitgrößten Stadt Luxemburgs. Die Uraufführung des für Blasorchester und Orgel instrumentierten Werkes fand am 27. November in der dortigen  Pfarrkirche St. Joseph statt, wo Nimax von 1950 bis 1953 selbst als Organist tätig war (hier finden Sie Infos zur Orgel). Es spielte die Großherzogliche Militärkapelle Luxemburg unter Leitung des Komponisten.

»Für mich ist das Blasorchester eine lebendige Orgel«, sagte Pierre Nimax im Vorfeld der Uraufführung in einem Gespräch mit der Zeitung »Luxemburger Wort«. Er hatte schon länger ein Werk für Orgel und Blas­orchester aufführen wollen und hatte auch bereits bei der Französin Ida Gotkovsky ein Stück erbeten. Sie konnte dies jedoch aufgrund unvorhersehbarer Umstände bis zum Konzerttermin noch nicht zu Ende bringen. Da Nimax die Fähigkeiten seines Orchesters ebenso gut kannte wie die ­seines als Organist erfolgreichen Sohnes Pierre jr., schrieb er kurzerhand selbst ein Stück.

Das in einem Satz geschriebene Werk stellt verschiedene menschliche Emotionen dar. Er sei zunächst von seinem eigenen Denken und Fühlen ausgegangen, so der Komponist. Wie aus einem Ventil seien aus seiner Klangvorstellung die verschiedenen Themen entströmt. »Es können natürlich auch die Gefühle eines anderen Menschen sein, Glück oder Schmerz. Was bleibt, ist wichtig: die Hoffnung auf das Bessere.«

Das durchkomponierte Werk mit einer Aufführungsdauer von knapp 20 Minuten lässt sich in fünf Abschnitte gliedern:

• das Leben

• die Freude

• die Angst

• die Mutlosigkeit

• das Schicksal ertragen

  • 26.08.2015
  • spielBAR
  • Joachim Buch
  • Ausgabe: 9/2015
  • Seite 66-68

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