Eine gewaltige Windmaschine - Das Landesblasorchester Baden-Württemberg

  • 21.09.2011
  • Porträt
  • Georg Waßmuth
  • Ausgabe: 6/2011
  • Seite 38-40

Die Dirigentin Isabelle Ruf-Weber hebt den Taktstock, gibt einen kurzen, präzisen Einsatz und der große Probensaal in der Musikakademie Kürnbach erzittert in seinen Grundfesten. Das Landesblasorchester Baden-Württemberg, kurz LBO, probt die prachtvolle »Chakra« von Maurice Hamers. Acht Querflöten, vier Oboen, drei Fagotte, 30 Klarinetten, acht Saxofone, zwölf Tompeten, sieben Hörner, drei Eufonien, zehn Posaunen und vier Tuben verströmen einen gewaltigen Metro-Goldwyn-Mayer-Sound. Unterstützt werden sie von acht Schlagwerkern hinter ­einer ganzen Batterie von Percussion-Instrumenten.Das Genre »Sinfonische Blasmusik« wird vom LBO mit allerhöchstem Anspruch eingelöst. Schon in den 1970er-Jahren wurden die Bundes- und Landesmusikdirektoren Hellmut Haase-Altendorf und Prof. Richard Zettler von der Idee umgetrieben, in Baden-Württemberg ein Ensemble zu gründen, das als Referenzorchester für sinfonische Blas­orchester­literatur Multiplikatorenfunktion erfüllen sollte. Der damalige Vorsitzende des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg, Prof. Erich Ganzenmüller, war schnell überzeugt. Man läutete kräftig bei allen interes­sierten und leistungswilligen Amateuren an, sich für das Auswahlorchester zu bewerben, und fand auch gleich neugierige Resonanz. Ab Oktober 1978 wurde mit der Urbesetzung geprobt, seine Feuertaufe bestand das LBO bei den Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen des Baden-Württembergischen Landtages.

Infos: www.landesblasorchester.de

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