ein vergessenes instrument - das phagotum aus dem 16. jahrhundert

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Rudolf R. Jirka
  • Ausgabe: 7-8/2004
  • Seite 45-47

Risnascimento (ital.: die Wiedergeburt) – die Renaissancezeit war geradezu eine Explosion künstlerischen Schaffens. Auch auf dem Gebiet der Musikinstrumente brachte der schöpferische Geist immer wieder neue Varianten der Tonerzeugung hervor. Waren im Mittelalter die klingenden Stücke noch einigermaßen überschaubar, so entstanden um die Mitte des vergangenen Jahrtausends eine derartige Fülle von neuen Musikinstrumenten, die heute kaum noch bekannt sind. Allein bei den Rohrblattinstrumenten traten Aerophone ans Tageslicht wie Rankett, Krummhorn, Cornamuse, Dulziane, Pommern, Sordune, Rauschpfeifen, Chalumeau, Doppioni – und eben Phagotum.

Bei einem Internetstreifzug auf der Suche nach Material über den Dulzian, den Fagottvorgänger, stieß ich auf ein mir bis dato völlig unbekanntes Instrument – das Phagotum – mit ein paar Fotos seiner Rekonstruktion bei einem Oster-Baukurs 2002 in England unter der Regie von Eric Moulder, einem der bekanntesten britischen Dulzianbauer.

 

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