Ein unscheinbares Instrument mit imposanter Stimme! - Schwierige Orchesterstellen für Pikkoloflöte

  • 21.09.2011
  • Praxis
  • Isabelle Ruf-Weber
  • Ausgabe: 12/2000
  • Seite 3-6

Erinnern Sie sich noch an den despektierlichen Ausspruch »Immer diese Flöten . . .!«, mit dem ich meinen ersten Fachartikel in CLARINO 3/1999 überschrieben habe? Mit ähnlichen Reaktionen sehen sich Flötist(inn)en im Orchester konfrontiert, wenn sie sich entschließen, den Pikkolo-Part in einem Musikstück zu übernehmen. Meine nachfolgenden Überlegungen sollen daher die Besonderheiten dieses kleinsten Instrumentes der Flötenfamilie aufzeigen und somit für mehr Verständnis bei allen Orchestermitgliedern und Dirigent(inn)en für dessen exponierte Rolle werben. Den experimentierfreudigen Flötist(inn)en dagegen möchte ich mit einer Reihe von Tipps Hilfestellung geben bei ihrer schwierigen, aber höchst spannenden Aufgabe. Im Zentrum meiner Ausführungen steht auch hier das Intonationsproblem. Neben den Aspekten Artikulation/Technik soll das Thema Hilfsgriffe ausführlich besprochen werden. Eine Übersichtstabelle mit den gebräuchlichsten Spezialgriffen ist für die praktische Probenarbeit gedacht. Auch diesmal werde ich anhand ausgewählter Blasorchesterliteratur verschiedenster Schwierigkeitsgrade die angesprochenen Problembereiche dokumentieren und für die Praxis verständlich machen. Mit der Zusammenstellung wertvoller Übungsliteratur runde ich meine Ausführungen ab.

 

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