Ein Missionar - Zum 70. Geburtstag von Gottfried Veit

  • 21.06.2013
  • Szene
  • Friedrich Weyermüller
  • Ausgabe: 7-8/2013
  • Seite 44-45

Am 13. August feiert der ehemals längst dienende Landeskapellmeister des Verbandes Südtiroler Musikkapellen (1980 bis 2007), der international ­renommierte Komponist, Dirigent, Musikpädagoge, Autor und Juror Gottfried Veit seinen 70. Geburtstag. Im ­Lebenswerk dieses Ausnahmekünstlers bewahrheitet sich in einzig­artiger Weise das Zitat des englischen Staatsmannes und Humanisten Thomas Morus (1478 bis 1535), das gerne Gustav Mahler (1860 bis 1911) zugeordnet wird: »Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.« 

Veits Œuvre, das, wie er selbst sagt, vor ­allem von Otto Ulf, Sepp Tanzer und Sepp Thaler geprägt wurde, konnte auf deren soliden musikalischem Grundstock auf­bauen und darauf in gemäßigten Schritten neue, zeitgemäße Musik in das dritte Jahrtausend führen. Ihm ist es mit zahlreichen, in unterschiedlichen Besetzungsvarianten geschaffenen Kompositionen gelungen, den ursprünglichen Traditionsbegriff (zu dem Gustav Mahler einmal ausführte: »Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei«) in seinem weitum akzeptierten Gesamtwerk neu zu definieren. 

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