ein intensives erlebnis - die aufführung von thomas doss’ »symphonie der hoffnung«

Die Erwartungen waren sehr vielfältig vor dem Besuch der am Pfingstmontag in Salzburg stattfindenden zweiten Aufführung der »Symphonie der Hoffnung«. Zum einen die bestehenden Werke, die Thomas Doss in den vergangenen Jahren für die Bläserszene schuf, zum anderen die Besetzung, die die Partitur fordert, regten die Phantasie an. Das Konzert schließlich war dann ein sehr tief gehendes, emotionales Erlebnis.

Das Werk ist in drei Sätze gegliedert, programmatisch aufgebaut und erzählt chronologisch die Geschichte Österreichs vom Ende des Ersten Weltkriegs bis zur Einheit Europas. Der zweite Satz behandelt explizit die Geschehnisse um die Gemeinde Goldegg-Weng und ein nahe liegendes Konzentrationslager. In der Gemeinde fallen über 20 Personen dem Nazi-Terror zum Opfer. Der dritte Satz führt über den Sieg gegen das Nazi-Regime zur Gründung Österreichs im Jahre 1955 zu einem Ausblick auf die Gegenwart im 21. Jahrhundert. Neben einem großen Blasorchester, gebildet durch die beiden Trachtenkapellen Goldegg und Taxenbach, verlangt das Werk typisch alpenländische Instrumente wie Zither und Hackbrett.

 

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Jens Weismantel
  • Ausgabe: 7-8/2005
  • Seite 26-27

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