doris decker - . . . und immer ein lächeln auf den lippen

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Franz X.A. Zipperer
  • Ausgabe: 10/2004
  • Seite 28-29

»Café Paris«. Leicht versteckt duckt sich die ehemalige Jugendstilmetzgerei in den Schatten eines Häuserblocks mit ehrwürdigen Hamburger Kaufmannsadressen, gibt aber den Blick auf das Rathaus frei. Einer jener Abende im Spätsommer, an denen man noch draußen sitzen kann und dem Licht beim Dämmern zuschauen kann. Ein idealer Platz für ein Gespräch mit der Hamburger Saxofonistin Doris Decker, die lächelnd und energiegeladen vom Rad steigt und sich in bester Gesprächslaune an das Tischchen setzt.

Sie hat am Nachmittag gespielt, auf einer Hochzeit, Unterhaltung pur: »Aber das ist toll, gut zu unterhalten auch zu solch profanen Anlässen. Gut zu unterhalten ist überhaupt toll.« Sie lächelt, wirft ihre blonden Haare zurück, stippt ein paar Mini-Pommes-Frites in Ketchup und Majonaise und schiebt sie genüsslich in den Mund. »Ja, mir geht es gut«, sagt sie. Und wieder dieses ansteckend fröhliche Lächeln. Und dann legt sie los: »Ich habe eine Traumband, lebe in einer Stadt voller guter Musiker, habe mit ›Doris Guesthouse‹ nach Jahren des musikalischen Lernens und Wanderns meine erste eigene CD gemacht (siehe clarino.cd, vol.3 »Frauenpower«, Track 3) .

 

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