djivan gasparyan - die seele armeniens haust in der duduk

  • 21.09.2011
  • Vergine Gulbenkian
  • Ausgabe: 6/2003
  • Seite 42-43

Der Klang der armenischen Duduk ist einer der beschwörendsten und schönsten auf der Welt. Wenn man ihn je gehört hat, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es Djivan Gasparyan war, der das Blasinstrument mit 1500-jähriger Geschichte zum Singen gebracht hat. Vergine Gulbenkian sprach mit dem 74-jährigen Musiker, als er den WOMEX-Award für sein Lebenswerk erhielt.

Djivan Gasparyan ist wohl der bekannteste Sohn Armeniens, der ersten christlichen Nation, fast verborgen hinter der Türkei, zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer. (Seine berühmteste Tochter, Cher, genießt weniger musikalisches Ansehen.) Er ist zum Botschafter seines Landes geworden, in dem er wie ein König verehrt wird, wie ein Gott spielt (laut Hans Zimmer, dem Komponisten von »Gladiator«), und in dem sogar ein Wodka nach ihm benannt ist. All jene, denen Gasparyans Name nicht vertraut ist, dürften Dank »Gladiator« und anderen Soundtracks den melancholischen und ergreifenden Klang seines Instruments, der Duduk, gehört haben.

 

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