Die Schlagzeuger im Blasorchester - Schwierige Orchesterstellen für Pauken und Percussion

Neben einigen Einzelstimmen bei Pauken- und Percussion geht es diesmal in erster Linie um Probleme des Zusammenspiels innerhalb des Schlagzeugregisters und auch mit Bläsern. Häufig ist die eigene Stimme gar nicht so schwer. Probleme ergeben sich erst im Zusammenspiel.

Typisch hierfür sind die drei Takte vor G in »Dona Nobis Pacem« von Martin Ellerby (Beispiel 1). Weder die Tenor- und Kleine Trommelstimme noch die Paukenstimme sehen für sich betrachtet schwer aus. Problematisch wird es jedoch beim Aufeinandertreffen von Achteltriolen und Sechzehntelfiguren. Man darf sich nicht verleiten lassen, seine Figur rhythmisch an die des Kollegen anzugleichen. Zusammenspiel mit Orchester Ganz gleich, welche Fassung von Carl Orffs »Carmina Burana« gespielt wird: Das kurze Flöten- und Paukensolo in »Tanz« bleibt immer gleich (Beispiel 2). Trotz ihrer vielen Taktwechsel ist die Stimme eigentlich einfach. Kennt man das Stück nicht, ergeben sich die Probleme im Zusammenspiel mit der Flöte, deren Melodiebetonung nur selten mit der angegeben Metrik zusammenfällt. Ein rhythmisch noch so genaues Dirigat ist hier wenig hilfreich da es völlig gegen die Melodie verläuft. Außer einem gemeinsamen Üben mit der Flöte kann man nur raten, sich diese Stelle oft anzuhören. Kennt man die Flötenmelodie, ist alles kein Problem mehr.

  • 21.09.2011
  • Instrument
  • Ursula Haydl und Hel
  • Ausgabe: 10/2001
  • Seite 20-23

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