Die lassen einen nicht mehr los - Wie »fremde« Elemente die eigene Musik bereichern können

  • 21.09.2011
  • Praxis
  • Vahid Matejko
  • Ausgabe: 11/2010
  • Seite 10-11

Das Verwenden von Musikelementen der Musik verschiedener Kulturen und Länder ist in der Musikgeschichte nichts Neues. Schon große Meister der klassischen Musik verwendeten diese. Mozart ließ sich beeinflussen von türkischer Musik (Entführung aus dem Serail). Auch Béla Bartók bediente sich einiger musikalischer Elemente vom Balkan. Schon seit einiger Zeit gibt es in der westlichen Popmusik sowie auch im Jazz Einflüsse verschiedenster Kulturen, wie zum Beispiel indische oder orientalische in der Black Music oder Sting mit dem arabischen Sänger Chat Mami. Für Jazz- und Balkanmischungen sei beispielhaft mein Debüt-Album »Come Together« oder die CD »Light of Unity« genannt. Für Balkan-Pop-Einflüsse ist der Bukovina Club von DJ Shantel ein Beispiel. Jazzstile, die schon etabliert sind wie etwa Bossa Nova oder Latin Jazz, haben ihren eigenen Namen. Stilübergreifende Mischungen werden mit dem Begriff Ethno bezeichnet.In diesem Workshop geht es darum, wie man Jazz oder Pop oder auch andere Musikformen mit Einflüssen und musikalischem Material aus dem Balkan bereichern kann. Besonders interessant sind insbesondere die Tonskalen und was man aus ihnen harmonisch schöpfen kann sowie die ungeraden Takte, die zwar erst ungewohnt wirken, aber einen nicht mehr loslassen, wenn man sich mit ihnen etwas auseinandersetzt.

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