Die große Abrechnung - Das clarino.experiment ist zu Ende

  • 21.09.2011
  • Mainstory
  • Martin Hommer
  • Ausgabe: 12/2008
  • Seite 24

Es ist einer dieser magischen Momente, in denen dem Musiker die Welt offenzustehen, ja zu Füßen zu liegen scheint. Man genießt das heiße Scheinwerferlicht auf der schweißnassen Haut, man badet im Applaus, der im Kellerclub von hunderten Händen Richtung Bühne geschickt wird. Man weiß in diesen Momenten als Musiker: Ich habs geschafft. Ich bin am Ziel. Die lange Zeit der Vorbereitung, die Tränen, der Schweiß, das Blut, alles hat sich gelohnt. Alle Anspannung baut sich in diesem Moment ab, und ein wohlig-warmes Glücksgefühl wallt im Körper auf. Die Kollegen kommen zu mir, wir gehen Arm in Arm ganz nach vorn an den Bühnenrand, um die Ovationen der kochenden Menge entgegenzunehmen, die noch eine Zugabe verlangt und noch eine und noch eine . . . »Rumbling« Anneliese Schürer lässt die Tuba im hinteren Bereich der Bühne zurück, schaut völlig entrückt in die Runde. Man merkt, sie hat sich an diesem Abend in Ekstase gespielt. Auch Dieter »The Slide« Klingl mit seiner Posaune wirkte den ganzen Abend wie berauscht, und ich kann meine Endorphine ebenfalls kaum unter Kontrolle halten, als die Menge fortwährend »Saxmachine« skandiert.

Hier sind sie endlich, die lang erwarteten Hörbeispiele des clarino.experiments.

Das Erste: "So sweet" - mit sagenhafter Unterstützung von Joachim Kunze an der Trompete. Das Stück ist in einem Heft "Chill out" mit vier Stücken für 3-5 Trompeten aus dem Musikverlag Uetz.
 
Das Zweite: Der Weihnachtsklassiker "Lasst uns froh und munter sein" - drei kurze Sequenzen, zuerst Dieter "The Slide" Klingl an der Melodieposaune, dann "Rumbling" Anneliese Schürer an der Powertuba, gefolgt von Martin "Saxmachine" Hommer am Leadsaxofon.

Das Dritte: "What a wonderful World" - aus "In the Spotlights", arrangiert von Otto M. Schwarz, erschienen bei De Haske.

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