Die Fexer: Publikumsnähe und Musikalität

  • 29.06.2016
  • Szene
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 7-8/2016
  • Seite 38-39

Sozusagen Im Sturm eroberten »Die Fexer« aus der Oberpfalz die Biberacher Herzen. Nicht nur die Jury des zum zweiten Mal ausgerichteten »Volxmusik Grandprix« hatte sie ganz oben auf dem Zettel. Auch der Publikumspreis – vielleicht noch wichtiger – ging an das Trio. Wir haben die drei Musiker zu Hause in Berngau besucht.

Den Weg zu den Fexern zu finden ist von München aus eigentlich denkbar einfach. Es geht nur geradeaus. Und zwar in Richtung Norden. Nach etwa 150 Kilometern fährt man von der Autobahn A9, landet in der Oberpfalz und kommt schließlich in der Gemeinde Berngau an. Wenn man hier die Pfarrkirche St. Peter und Paul mit dem 56 Meter hohen Kirchturm rechts liegen lässt und hinter dem Kriegerdenkmal für den Ersten Weltkrieg links abbiegt, fährt man auf einen Innenhof.

Die Fexer nach ihrem Erfolg beim Volxmusik Grandprix in Biberach

Hier warten sie schon, die Fexer, bestehend aus »zwei Geschwistern und einem Findelkind«: Sophie und Daniel Barth sowie Alexander Schuhmann. Hinter der Stalltür verbirgt sich nicht etwa der Stall, sondern der Probenraum des ­Trios, in dem sie einmal pro Woche üben. Wobei Probenraum kleiner klingt, als dieser Saal dann wirklich ist. Hier kann man sich wunderbare Spontansessions vor Publikum vorstellen. Wär ja was: Man lädt nicht mehr die Musiker ein, sondern die Musiker laden das Publikum zu sich nach Hause ein.

Wenn überhaupt, wie hat sich das Leben der Fexer nach dem Erfolg beim »Volxmusik Grandprix« in Biberach denn verändert? Diese Frage erntet erst einmal große Lacher. Das Trio ist noch das gleiche geblieben und aufgrund eines Preises wird hier keiner durchdrehen.

Die drei konnten das Preisgeld von insgesamt 2500 Euro wunderbar gebrauchen. Alex Schuhmann scherzt: »So wurden gerade so wenigstens die Fahrtkosten gedeckt.« Die Musiker geben zu, dass man natürlich, wenn man schon teilnehme, auch gerne gewinnen wolle. »Doch das war nicht die Hauptmotivation«, erklärt Daniel Barth. Wichtig sei, »Bekanntschaften zu knüpfen und Erfahrungen zu sammeln«.

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