Die Alexandertechnik und ihre Bedeutung für den Blasmusiker - (2) Beobachtungen und Empfehlungen aus meiner Unterrichtspraxis

Atmung und »Stütze«: Wir sollten bei der Atmung daran denken, daß wir nichts »machen«. Es handelt sich ums Nichtstun. Wenn der Atem schwer, angespannt oder flach ist, dann ist unser Körper verspannt. Wir können mit der Alexandertechnik (AT) unsere Atmung verbessern. Dabei ist wichtig, daß wir zunächst unsere Atmung einfach beobachten und den Wunsch inhibieren, sie zu verändern. Eine ausgewogene Rundum-
Atmung ist empfehlenswert, denn wir wissen, wie sehr der Klang von der Atmung beeinflußt wird. Wichtig ist,
daß wir nicht tief einatmen. Auch beim Blasinstrumentenspiel sollten wir nicht mehr Luft holen, als wir es im Alltag tun. Das Denken der Anweisungen wird uns helfen, Kehle und Rippen freizuhalten. Ich empfehle meinen Schülern, natürlich einzuatmen, in den unteren Rücken zu atmen und nicht bis ans Ende der Luft zu spielen.

  • 21.09.2011
  • Praxis
  • Annemarie Plönnes
  • Ausgabe: 3/1997
  • Seite 16-19

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