der gute ton macht die musik - überlegungen und erfahrungen zum thema klangarbeit (1)

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Johann Mösenbichler
  • Ausgabe: 1/2004
  • Seite 18-19

Der Klang eines Orchesters ist mehr als die klangliche Summe seiner einzelnen Musiker. Wie aber wird aus der Addition vieler Individuen ein »Klangkörper«? In loser Folge wird jetzt Professor Johann Mösenbichler in clarino.print seine Erfahrungen, Überlegungen und Erkenntnisse zum Thema Klang veröffentlichen. Ausgangspunkt dafür ist neben seiner vielfältigen Arbeit mit Bläsern als Professor am Bruckner-Konservatorium in Linz und als Gastdirigent auch die alljährliche Zusammenarbeit mit dem Weltjugendblasorchester (WYWOP) bei der Mid Europe in Schladming, deren künstlerischer Leiter der 44-Jährige seit 2000 ebenfalls ist. Mösenbichler: »Immer wieder werde ich auf den beeindruckenden und nuancenreichen Orchesterklang des WYWOP angesprochen.«

Die Klangarbeit mit Bläsern ist außerordentlich vielschichtig. Orchesterklang ist kein Zufallsprodukt, sondern das komplexe Ergebnis diverser physikalischer und psychischer Vorgänge. Dabei spielt die Vorstellung des Dirigenten hinsichtlich der klanglichen Möglichkeiten eine oft unterschätzte Rolle. Das »innere Voraushören« sollte für Dirigenten eine wesentliche Grundlage sein, um eine stimmige und überzeugende Interpretation, getragen von einem facettenreichen Klanggefüge, zu realisieren. Im Rahmen meiner Arbeit mit Orchestern lautet daher einer meiner zentralen Leitsätze: »Der gute Ton (Klang) macht die Musik!«

 

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