Debussy für Blasorchester: Experiment gelungen - Frank Engelke studierte Dirigieren am Brabants Conservatorium

Aus fließenden, fast gehauchten Läufen über die Tasten des Klaviers werden Läufe in der Pikkolo, der dem momentanen Gefühl entsprungenen Gestaltung der Musik muss ein ganzes Klarinettenregister folgen und Röhrenglocken oder Pauken finden in einen Gesamtklang, in dem es Schlagwerk gar nicht gegeben hat: Das ist Debussy für Blasorchester. Frank Engelke, seit 1992 Dirigent des Symphonischen Blasorchesters Norderstedt, hat dessen »Suite Bergamasque« für Blasorchester arrangiert und damit diesem Klangkörper den Weg in die Musik der Impressionisten gezeigt.

Das Arrangement ist die Abschlussarbeit eines Aufbaustudiums, das Frank Engelke am niederländischen Brabants Conservatorium absolviert hat und das ihn zum professionellen Dirigenten für Blasorchester werden ließ. Engelke hat im Rahmen dieses Studiums, das auf einem vorhandenen Diplom aufbaut, spezielle Gehörbildung für Dirigenten, Instrumentation, Orchesterleitung und natürlich das Dirigieren neu erlernt. Er hat bei Sinfonieorchestern hospitiert, drei Werke (neben der »Suite Bergamasque« auch »Peter und der Wolf« von Sergej Prokofjew und den »Ungarischen Tanz Nr.6« von Johannes Brahms) für Blasorchester instrumentiert und viel über die Arbeit mit professionellen Musikern und Amateuren gelernt. Und das alles neben Arbeit, Familie und Hobby. Sein Dozent war der auch in Deutschland bekannte Jan Cober.

  • 21.09.2011
  • Porträt
  • Monika Veeh
  • Ausgabe: 10/2001
  • Seite 12

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