david orlowsky - »träume werden ja ständig übertroffen«

  • 21.09.2011
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 4/2003
  • Seite 36-37

»This is the next Giora!« Mit diesen Worten holte 1997 der Klarinetten-Virtuose Giora Feidman den jungen David Orlowsky zu sich auf die Bühne und ernannte ihn in aller Öffentlichkeit zu seinem Nachfolger. Zwar darf man die Worte des Klarinetten-Weltstars nicht auf die Goldwaage legen, denn Feidman denkt noch lange nicht ans Aufhören, doch für den damals 16-jährigen David Orlowsky aus Tübingen war das eine nicht zu überbietende Auszeichnung, fast ein Adelstitel.

Ganz ohne Grund hat Giora Feidman den Nachwuchskünstler an der Klarinette sicherlich nicht ins Rampenlicht gezerrt. Doch er weist weit von sich, mit dem Talent und dem Können von Orlowsky irgendetwas zu tun zu haben: »Nein, ich bin nicht stolz auf ihn, denn wie könnte ich das? Ich bin nicht sein Lehrer, und er ist nicht mein Schüler.« So ganz »schuldlos« an Orlowskys Klarinettenkarriere ist der in Buenos Aires geborene und in New York lebende Feidman allerdings dann doch nicht. Ohne ihn wäre David Orlowsky wohl niemals zur Klarinette und zur Klezmer-Musik gekommen und stattdessen am Schlagzeug hängen geblieben.

 

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