Das Wiener Posaunenquartett - Reizvolle Variante der hohen Kunst des Quartettspiels

Wien ist eine Stadt, die mit vielen Spezialitäten glänzt. Neben Kulinarischem wie dem Wiener Schnitzel, dem Wiener Würstchen und der Wiener Melange gibt es in der österreichischen Hauptstadt aber auch musikalische Spezialitäten. Den Wiener Klang, fast schon ein Mythos, zu dem auch spezielle, meist nur in Wien gespielte Instrumente gehören: das Wiener Horn, die Wiener Oboe und die Wiener Pauke. Eines der vielen musikalischen Kinder dieser einzigartigen Stadt ist das »Wiener Posaunenquartett«, das sich – ganz wienerisch – der Suche nach dem besonderen Klang verschrieben hat.

»Wir haben schon immer davon geträumt, diesen speziellen Klang zu erreichen, für den Wien berühmt ist, und von dem keiner genau weiß, was ihn ausmacht«, erzählt Walter Voglmayr. Genau wie seine Quartettkollegen Otmar Gaiswinkler, Reinhard Hofbauer und Wolfgang Pfistermüller ist er Posaunist der Wiener Symphoniker. Und die Posaune, so will man meinen, ist nun nicht das Instrument, das den Wiener Klang ausmacht. Das mussten zunächst auch die Musiker merken, denn kein auf dem Markt erhältliches Instrument entsprach ihren Vorstellungen. Doch in der Zwischenzeit hat sich das geändert. Und darüber sind die vier sehr glücklich – es gibt nun quasi die »Wiener Posaune«. In Zusammenarbeit mit den Blechblasinstrumentenbauern der Firma Schagerl entwickelten Otmar Gaiswinkler und Wolfgang Pfistermüller eine Tenorsowie eine Bassposaune unter dem Modellnamen »Aurora«, die »Morgenröte«. Mit diesen Instrumenten schufen sich die vier Klang idealisten ihre Möglichkeit, immer mehr zum homogenen Ensemble zu werden, das klanglich die vielfältigsten Möglichkeiten auslotet.

Infos: www.wiener-posaunenquartett.at

  • 29.09.2011
  • Porträt
  • Anneliese Schürer
  • Ausgabe: 10/2011
  • Seite 34-37

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