Das Dorf der Sufi-Musiker - Trance-Sounds aus Marokko

  • 21.09.2011
  • Mainstory
  • Hans-Jürgen Schaal
  • Ausgabe: 9/2010
  • Seite 34-37

Ihr erstes Album wurde noch von der Musical Heritage Society produziert, ihr zweites bereits von den Rolling Stones. Beatniks und Hippies begannen von der uralten Trance-Musik zu schwärmen und pilgerten zu einem einsamen Bergdorf in Marokko. Aber mit dem Interesse der Welt kam auch die Zwietracht

.Im Jahr 1912 verständigten sich die Kolonialmächte Frankreich und Spanien über die Grenzen ihrer Einflusssphären in Marokko. Bei der Stadt Tanger wurden sie sich allerdings nicht einig: Daher erklärte man die Hafenstadt an der Straße von Gibraltar, nur einen Katzensprung von Europa entfernt, zur internationalen Zone. Tanger wurde ein exotischer Zufluchtsort für Aussteiger aus Europa und Amerika, für schräge Vögel und unangepasste Künstler. Die Maler hatten Tanger als erste entdeckt – Delacroix, Matisse, Macke –, nun folgten – besonders in den 50er- bis 70er-Jahren – die Schriftsteller: Tennessee Williams, Samuel Beckett, Gertrude Stein, Jean Genet, vor allem aber die Dichter der Beat-Generation: Burroughs, Kerouac, Ginsberg.

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