Das Blasorchester war sein Medium - Nachruf auf Kees Vlak

  • 16.12.2014
  • Joachim Buch / Martin Hommer
  • Ausgabe: 1/2015
  • Seite 53

Am 5. Dezember ist der niederländische Komponist Kees Vlak nach schwerer Krankheit verstorben, nur wenige Wochen nach seinem 76. Geburtstag. Er gehörte weit über seine Heimat hinaus zu den am meisten gespielten Komponisten für Blasorchester. Spätestens seit dem beginn seiner Zusammenarbeit mit dem Musikverlag Rundel vor gut 25 Jahren war er auch fast jedem Blasmusiker in Deutschland ein Begriff.

Kees Vlak studierte zunächst Trompete und Klavier und begann als Musiker in verschiedenen Tanzkapellen. Als er krankheitsbedingt das Musizieren aufgeben musste, konzentrierte er sich aufs Komponieren und entdeckte bald das Blasorchester als Medium für sich. Da er als Tanzmusiker viele südamerikanisch angehauchte Stücke gespielt hatte, war auch sein erstes Werk für Blasorchester, »Paso Cabaio« (1967 bei Tierolff erschienen), in entsprechendem Stil gehalten. Es sollten viele weitere Werke folgen: »Caribbean Concerto«, »El Paso Montanesa«, »Tapas de Cocina« oder »Las Playas de Rio«.

Die meisten seiner Kompositionen, die bis in die 1980er Jahre hinein entstanden, sind in zwei Gruppen einzuteilen: folkloristisch-rhapsodisch geprägte Stücke und Werke, in denen Elemente Neuer Musik amateur­gerecht eingesetzt werden, oft im Rahmen von sehr fantasievoller Programmmusik. Zur ersten Gruppe gehören neben den oben erwähnten lateinamerikanischen Stücken auch solche mit Volksliedern aus den niederländischen Provinzen.

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