Das Arcis Saxophon Quartett: umtriebig, ruhelos, ideenreich

Arcis Saxophon Quartett. Foto: Harald Hoffmann

Der Komponist Enjott Schneider jubelte: »Ein Super-Ensemble, das ›noch brennt‹, innovativ und wild aufs hochqualitative Musizieren ist.« Das Arcis Saxophon Quartett geht gerade »durch die Decke«. Wir trafen die vier zum Gespräch.

Vier verschiedene Wege zum Saxofon

Alle Wege führen nach Rom. Und wenn auch nicht alle, aber auch die Wege zum Saxofon sind vielfältig. Und auch bei den Musikern des Arcis Saxophon Quartetts sind sie sehr unterschiedlich. Nicht nur, dass sie aus drei verschiedenen Ländern kommen – Deutschland, Italien und Slowenien –, auch die »bläserische Sozialisation« kennt viele Möglichkeiten.

Ricarda Fuß (Altsaxofon) etwa kommt aus einem »klassischen« Musikerhaushalt. »Mein Vater ist klassischer Posaunist und bei uns war immer Musik.« Lachend erzählt sie, dass sie Musik gemacht habe, bevor sie laufen konnte. Ob Klassik oder Jazz, »Musik war für mich schon immer etwas sehr natürliches. Ein Instrument zu erlernen, war von klein auf klar.«

Edoardo Zotti (Tenorsaxofon) fing mit dem Saxofon an, weil »meine Mutter das eigentlich selbst gerne spielen wollte«. Edoardo spielte dann in der Banda seiner kleinen Heimatstadt in Italien.

Die Eltern von Claus Hierluksch (Sopransaxofon) waren immer darauf bedacht, dass die Söhne ein Instrument lernen. »Das war ihr Bildungsideal.«

In der slowenischen Musikschule, in der Jure Knez (Baritonsaxofon) lernte, gab es ein Blasorchester. Und Jure hatte schon früh gemerkt, wie viel Freude es bereitete, mit anderen Leuten Musik zu machen.

  • 21.06.2019
  • Szene
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 4/2019
  • Seite 54-55

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