»Concerto for Marimba and Wind Ensemble« von Ney Rosauro: Brasilianische Folklore

  • 05.10.2017
  • spielBAR
  • Joachim Buch
  • Ausgabe: 10/2017
  • Seite 65-67

Unter Schlagzeugern und Percussionisten dürfte Ney Rosauro eine ähnliche Popularität genießen wie der Österreicher Martin Grubinger. Der in Rio de Janeiro geborene Mallet-Virtuose feiert am 24. Oktober seinen 65. Geburtstag.

Von der Gitarre zu den Stabspielen

»Es war Liebe auf den ersten Blick«, sagt er über sein enges Verhältnis zu den Stabspielen. Bis zum 25. Lebensjahr galt seine instrumentale Aufmerksamkeit allerdings in erster Linie der Gitarre. Mit zwölf Jahren erhielt er den ersten Unterricht auf diesem Instrument und sechs Jahre später konnte er bereits seinen Lebensunterhalt damit verdienen.

Als er mit 25 Jahren seinen ersten Kontakt mit Percussion-Instrumenten hatte, wurde eine lebenslange Begeisterung in ihm geweckt. »In diesem Alter ist es sehr schwierig, noch ein neues Instrument zu erlernen. Es erfordert einiges an Opfern und Entbehrungen.

Rosauros »Concerto for Marimba and Wind Ensemble«

Das 1986 in der Version für Marimba und Streichorchester uraufgeführte Werk zählt zu den berühmtesten Solokonzerten für dieses Instrument. Von dieser Komposition mit 18 Minuten Spieldauer gibt es inzwischen verschiedene Fassungen. Die folgende Werkbeschreibung erfolgt auf Grundlage der Blasorchester-Bearbeitung von Tony McCutchen.

Ney Rosauro komponierte dieses Konzert im Sommer 1986 in Brasilia und widmete es seinem Sohn Marcelo. Die Uraufführung in der Version für Marimba und Streichorchester gestaltete das Manitowoc Symphony Orchestra aus Wisconsin/USA unter der Leitung von Manuel Prestamo.

Einen großen Popularitätsschub erhielt das Werk 1990, als es die schottische Percussionistin Evelyn Glennie zusammen mit dem London Symphony Orchestra auf CD und Video einspielte. Inzwischen wurde es weltweit mehr als 800 Mal aufgeführt.

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