»CMYK« von Thomas Asanger: Musikalische Farben

Der Komponist Thomas Asanger

Nur wenige Musiker arbeiten zugleich als Komponist, Dirigent und Schul­leiter. Zu ihnen gehört der Oberösterreicher Thomas Asanger. Wie Tau­sende andere sammelte er seine ersten musikalischen Erfahrungen auf der Blockflöte. Inzwischen unterrichtet er unter anderem am Adalbert-Stifter-Gymnasium in Linz, zu dessen bekanntesten Absolventen der Dirigent Franz Welser-Möst zählt.

»CMYK«: Das Mischen musikalischer Farben

»Ich würde meine Komposition ›CMYK‹ nicht als programmatisch bezeichnen«, sagt Thomas Asanger. »Unter dem Begriff ›Programmatik‹ verstehe ich, dass ein außermusikalischer Inhalt erzählt und eine Geschichte musikalisch nachgezeichnet wird. Das ist bei ›CMYK‹ nicht der Fall. Es geht lediglich um das Mischen ­musikalischer Farben.«

Bei der Charakterisierung habe er versucht, Farben verschiedenen Instrumenten zuzuordnen. »Tiefe Klarinetten und Eufonium klingen für mich nach Cyan. Magenta wirkt für mich humoristisch mit gedämpften Trompeten, Oboe und Fagott, Stabspielen.« Im Gegensatz dazu lasse sich die Schwere des Schwarzanteils ideal mit tiefen Instrumenten und düsterer Harmonik darstellen. »Bestimmte Instrumente in entsprechender Lage haben für mich far­bige Eigenschaften. Diese habe ich versucht, in der Komposition ›CMYK‹ zum Ausdruck zu bringen.«

  • 19.12.2018
  • spielBAR
  • Joachim Buch
  • Ausgabe: 11/2018
  • Seite 64-66

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