brass is coming home - 150 jahre »black dyke band« (1)

Gegründet wurde sie im September 1855, seit 1906 tourt sie rund um die Welt. Sie gewann Wettbewerbe ohne Ende, hatte bis heute 19 professionelle Dirigenten. Insgesamt sieben Jahre gab es keine Dirigenten, da wurde die Band von so genannten »Bandmastern« geführt. Kaum ein musikalischer Superlativ, der auf sie nicht angewendet worden wäre. Kaum ein englischer Musiker, der nicht stolz wäre, in dieser Band spielen zu dürfen. Dabei liegt die Betonung durchaus auf »dürfen«. So viele Möglichkeiten, wer diese Band denn nun sein könnte, über die hier geredet wird, gibt es nun auch nicht mehr. Die Rede ist von der »Black Dyke Band«, der wohl weltweit führenden Brassband. 150 Jahre Bandgeschichte hinterlassen zwangsläufig Spuren. Franz X.A. Zipperer begab sich in England auf Spurensuche. Der erste Teil der Geschichte widmet sich Wurzeln und Historie der Band.

John Foster wurde 1798 geboren, wuchs heran und wurde ein erfolgreicher Geschäftsmann in der Gegend von Queenshead (seit 1863 Queensbury) unweit von Bradford. Sein Geld verdiente er mit Tuch und Kohle. Er heiratete 1819 Ruth Briggs, deren Vater unter anderem die Black-Dyke-Farm gehörte (bis in die 90er-Jahre des 19. Jahrhunderts fand sich die Schreibweise »Dike« statt »Dyke«). Auf deren Ländereien baute die Foster-Familie 1827 ein stattliches Haus. Seit 1835 ist die Black-Dyke-Mühle nachgewiesen. Und John Foster spielte in seiner Freizeit French Horn.

 

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Franz X.A. Zipperer
  • Ausgabe: 12/2005
  • Seite 15-16

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