bozen brass quintet - über die grenzen einer freizeitidee hinaus

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Stephan Niederegger
  • Ausgabe: 11/2004
  • Seite 22-23

Sie sind – mit Ausnahme des Jüngsten in der Runde – hauptberuflich Musiklehrer und spielen im Ensemble aus Liebe zu dieser Musik, erklärt der Posaunist Stefan Mahlknecht. Damit verkauft er sich und seine Kollegen weit unter Wert. Die Rede ist vom Südtiroler Blechbläserensemble »Bozen Brass Quintet«, das mittlerweile längst die Grenzen einer Freizeitidee überschritten hat. Über 60 Konzert-, Radio- und Fernsehauftritte im In- und Ausland bestreiten die fünf Profimusiker im Jahr. Jeder für sich ist ein hervorragender Konzertsolist, gemeinsam sind sie unvergleichlich: ein kleines Orchester, das Musik aus Barock und Renaissance genauso überzeugend darbietet wie Mozart-Bearbeitungen, Händels Musik, Rossini-Ouvertüren oder vorweihnachtliche Volksweisen – und das ebenso im Jazz zu Hause ist.

In dem kleinen Land Südtirol, wo es in 116 Gemeinden 210 Musikkapellen gibt, kann es kaum anders sein: Ein blasmusikbegeisterter Junge wächst in der eigenen Dorfkapelle auf. So war es auch bei den fünf Musikern von »Bozen Brass«, die – obwohl sie längst den blasmusikalischen Kinderschuhen entwachsen sind – immer wieder in ihrer Heimatkapelle mitspielen. International und vielseitig waren die Studienorte (Innsbruck, Bozen, Stuttgart, Detmold) von Anton Ludwig Wilhalm (Trompete), Robert Neumair (Trompete), Norbert Fink (Horn), Stefan Mahlknecht (Posaune) und Toni Pichler (Tuba) ebenso wie die Orchester und Ensembles (unter anderem Saarländischer Rundfunk, Bayerischer Rundfunk, Haydn-Orchester Bozen und Trient, Symphonieorchester Innsbruck, Gustav-Mahler-Orchester, Vereinigte Bühnen Bozen), in denen sie ihre Erfahrungen gesammelt haben.

 

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