blechsoldaten im jazzcasino - musikalisches großmanöver: jazzkantine mit hr-bigband

Probleme gab es eigentlich nicht. Na ja, bis auf eines vielleicht. Oder zwei. "Um 14 Uhr haben die ihre Instrumente weggelegt und gesagt, jetzt ist Mittagspause. Ein anderes Mal kommt einer zu mir und sagt: Wir können aber nur 45 Minuten Soundcheck machen, mehr ist tariflich nicht drin." Christian Eitner, Mitbegründer, Bassist und Kopf der "Jazzkantine", kann es auch heute noch nicht so ganz fassen. Es war schon ein Zusammenprall der Kulturen, als er und seine Mitstreiter, "die ja gefühlsmäßig eher so aus dem Rock íní Roll kommen", auf die Bigband eines öffentlich-rechtlichen Senders trafen, um gleich eine ganze CD gemeinsam einzuspielen.

Die Idee dazu entstand eigentlich schon vor knapp zehn Jahren, als die "Jazzkantine" mit dem Orchester des Rias - und einem Solisten an der Trompete namens Till Brönner - zwei Remixe ihrer Singles "Kein Bock" und "Alles nur Chemie" einspielte. Durch diese Zusammenarbeit lernte Eitner auch Jörg Achim Keller kennen, der 2000 zum Dirigenten der Bigband des Hessischen Rundfunks (HR) aufsteigen sollte - und nicht lange nach Dienstantritt bei Christian Eitner in Braunschweig anrief. Die Zusammenarbeit damals hatte ihm so gut gefallen, dass er jetzt anfragte, ob man nicht ein größeres Projekt auf die Beine stellen könnte.

  • 21.09.2011
  • Jörg Schallenberg
  • Ausgabe: 1/2003
  • Seite 26-28

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