Blechbläserkunst - Schagerl Brass Festival auf Stift Melk

Und wieder müssen wir drei Jahre warten, bis das nächste Schagerl Brass Festival ansteht. Schade eigentlich, denn das, was der österreichische Musikinstrumentenhersteller an fünf Tagen im Juli auf Stift Melk an der Donau auf die Beine stellte, war schlicht atemberaubend. Das Programm, das Line-Up, die Atmosphäre: atemberaubend.

Veranstalter Karl Schagerl äußerte sich im Gespräch ähnlich: »Dieses Festival hat auch unsere Erwartungen übertroffen! Nach den beiden vorangegangen groß­artigen Festivals in den Jahren 2008 und 2011 ist es uns gelungen, noch einmal eine Steigerung zu erreichen.« Ein Highlight ­herauszugreifen, ist nahezu unmöglich. Schon die Eröffnung – es spielten das European Brass Ensemble unter der Leitung von Thomas Clamor – gab die Richtung vor. ­Solist war kein Geringerer als James Morrison. Eine kleine Aufzählung bringt es ans Licht: Das Line-Up war nicht von schlechten Eltern. Die Bullhorns, Mnozil Brass, das Wiener Posaunenquartett mit Gábor Tarkövi, James Morrisons »Schagerl All Star Bigband« mit Thomas Gansch, Harry Sokal und Andy Haderer, Blechreiz, da Blech­hauf’n und, und, und. Und vor allem: die ­musizierenden Künstler waren allesamt nicht nur mal kurz da, um ins Horn zu tuten – die waren immer vor Ort. Gaben Workshops, standen Rede und Antwort, fachsimpelten mit den Musikerkollegen.

  • 20.08.2014
  • Szene
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 9/2014
  • Seite 54-55

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