bill evans - »ich breche ständig meine eigenen gesetze«

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Franz X.A. Zipperer
  • Ausgabe: 11/2005
  • Seite 22-23

Was ist los in Nashville/Tennessee? Gut, dass der Countryzirkus dort offensichtlich bis in alle Ewigkeit Station macht, wissen seit Heike Makatsch’ cineastisch-musikalischem Ausflug in »Almost Heaven« auch eher Countryunbedarfte. Ja, auch Neil Young hat gerade dort aufgenommen. Gut, ihm verzeiht mans ja. Sven Regner hat beim Mix in Nashville noch eine Gitarrenspur eingespielt. Wie? Wo? Was? Gut, ihm traut man ja alles zu. Aber bitte schön, was macht der Saxofonist Bill Evans in den Playground-Recording-Studios in Nashville?

Evans grinst und sagt: »Hättest du mich vor zehn Jahren gefragt, ob ich jemals irgendwas mit Countrymusikern mache, hätte ich geantwortet, du bist ja völlig verrückt. Hättest du mich das gleiche vor zwanzig Jahren gefragt, hätte ich gesagt, niemals in meinem Leben. In den frühen Achtzigern hat mich mal jemand ganz konkret nach meiner Haltung zu Countrymusik gefragt. Damals antwortete ich, ich mag alle Genres von Musik, was ich definitiv nicht mag ist Country und Rap. Was habe ich zwischenzeitlich gemacht? Drei Alben mit Rappern und jetzt eine Country-CD. Ich breche ständig meine eigenen Gesetze.«

 

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