Beim Schöpf gepackt - Wertungsspiele – unangemeldet und anonym

  • 21.09.2011
  • Essay
  • Alois Schöpf
  • Ausgabe: 1/2011
  • Seite 25

Wie angekündigt soll im vorliegenden Artikel die Zukunft der Wertungsspiele beleuchtet werden. Dabei würde als Ergebnis ihres Jahrzehnte währenden Missbrauchs durch komponierende Funktionäre und des zuletzt deprimierend geringen Zuspruchs vonseiten der Musikvereine die schlüssigste Perspektive darin bestehen, auf sie zu verzichten.Dagegen sprechen allerdings zwei gewichtige Argumente. Das Blasmusikwesen kann ohne Zuschüsse aus den öffentlichen Haushalten nicht existieren. Dies bezieht sich nicht nur auf die Musikschulen mit ihren Lehrern und Räumlichkeiten, sondern auch auf teils aufwendig ausgestattete Probenlokale, teure Instrumentenparks, Archive und nicht zuletzt auf Konzertpavillons und Subventionen für den laufenden Betrieb. Wo so viele Steuermittel fließen, ist es unumgänglich, eine professionelle und objektive Qualitätskontrolle durchzuführen. Der Bürger hat auch bei den Kulturgeldern das Recht zu erfahren, ob sie effizient eingesetzt werden und Ergebnisse zustande kommen, die dem Auftrag eines Musikvereins im Rahmen des Gemeinwesens entsprechen.

Infos: www.aloisschoepf.at

 

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