beat’n blow - geschichte und geschichten über die »retter der blasmusik«

Im Schmelztiegel der Metropole Berlin kreuzten sich 1993 die Wege von zunächst zwei und gleich danach acht Musikern. Und jeder von ihnen war auf der Suche nach einer neuen, einzigartigen Kombination von Blas- bzw. Brassmusik und Groove. Und so wuchs aus Bläsern, Bassdrum und Snaredrum eine explosive Musikmischung zusammen. Frisch aus dem Presswerk kommt jetzt die neue Maxi-CD von »Beat’n Blow« und liegt als exklusive clarino.cd, vol. 4 dieser Ausgabe bei. Franz X.A. Zipperer, der die Veröffentlichung der Maxi koordiniert hat, traf sich mit den Bandmitgliedern Monika Schönfelder, Kati Schifkowski, Christian Krille und Stephan Goecke im fast schon legendären »Rizz« in Berlin-Kreuzberg. Hier werden die Kneipenszenen zur Fernsehserie »Edel & Stark« gedreht. Auch »Herr Lehmann« ist hier nicht ganz unbekannt – nach diesem – aufgrund der Hintergrundbeschallung – lautstark geführten Interview »Beat’n Blow« inzwischen auch nicht mehr.

»Italien« – gleich mehrfach, fast unisono herausgeschleudert – ist das Schlüsselwort der Gründungsphase von »Beat’n Blow«. Italien, wo sie 1995 und 1996 zwei Jahre hintereinander die Massen und die Polizei zum Toben brachten. Die italienischen Lehr- und Wanderjahre Alles auf Anfang: Im Herbst 1993 hatten zwei Freunde eine ganz banale Brassband-Idee. Jeder schrieb zwei Arrangements, jeder kannte andere Musiker, und so kam es zur ersten Probe von zunächst acht Bläsern und Schlagzeugern. Alle hatten auf Anhieb Spass an der inzwischen weiter gereiften Idee einer mobilen Band, die keinen Strom und keinen Soundcheck brauchte. Schließlich wird ja nichts abgenommen. Aber dennoch: Diese Formation aus Bläsern und Schlagzeugern ist so richtig laut. Und last, but not least unterschied sich eine so besetzte Band definitiv von nahezu allem, was sich damals auf dem Markt tummelte.

 

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Franz X.A. Zipperer
  • Ausgabe: 4/2005
  • Seite 20-22

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