Basic Steps – Stilistik für Bläser - Teil 3: Swingstilistik

  • 21.09.2011
  • Praxis
  • Anneliese Schürer
  • Ausgabe: 9/2011
  • Seite 16-17

Jeder Musiker kennt »In the Mood«, so wie es Glenn Miller berühmt gemacht hat. Auf dem Papier stehen »normale Achtel«, aber im Ohr ist swingende Musik. Singe das Thema »gerade« mit »tat« und singe es »phrasiert« mit »duu bi duu bi« – und jeder weiß sofort, wo­rum es geht. Die triolische Phrasierung öffnet uns die Türe zum Swingen – zum »da­zwischen sein«. Aber das alleine ist noch nicht ausreichend.Musik und Sprache Swing ist ohne Frage eine eigene Sprache. Sie zu erlernen bedarf es nicht nur ein paar Vokabeln, es bedarf kompletter Sinnzusammenhänge, die die Sache insgesamt erst schlüssig machen. Musik und Sprache stehen von jeher in klarer Wechselbeziehung. Alle Völker unseres Erdballs haben sowohl ihre eigene Sprache als auch ihre eigene Musik. Schon die Tatsache, dass weltweit jedes einfache Kinderlied nur funktioniert, wenn Sprach- und Musikrhythmus zu vereinbaren sind, unterstreicht diese Wechselwirkung.

Infos: www.schott-music.de

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