Ausgezeichnet - Mannheimer Bläserphilharmonie in Kerkrade erfolgreich

  • 20.08.2013
  • Szene
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 9/2013
  • Seite 40-43

Kurz vor dem Auftritt steigt die Nervosität dann doch noch einmal. Es kommt ganz kurz Panik auf, ­erzählt die Tubistin Sophie Sasturain, ob der Ton denn gut kommt. aber es klappt alles. »Nach Markus Theinerts Schlusslächeln in die Runde kann man loslassen und sich entspannen.« ein Musiker ist immer ein stück weit angespannt vor dem Konzert – doch hier ist alles doch noch ein bisschen größer: Der WMC in Kerkrade gilt als »Olympia der Blasmusik«. Und die Mannheimer Bläserphilharmonie war erfolgreich. Gold mit Auszeichnung gab's für das beste deutsche Orchester in der ersten Division. 

Zwar trat die Mannheimer Bläserphilharmonie bereits zum vierten Mal in Kerkrade an, doch dass der Wereld Muziek Concours eine ganz besondere Veranstaltung ist, machten bereits im Vorfeld alle Beteiligten deutlich – schließlich findet sie nur alle vier Jahre statt. Und der WMC hat in den Jahren seines Bestehens den Anspruch geltend gemacht, nicht nur eine niederlän­dische oder europäische Veranstaltung zu sein, sondern hat globale Bedeutung gewonnen. In diesem Jahr waren auch Orchester aus Hongkong, Taiwan, Singapur, Malaysia und aus den USA und Südamerika vor Ort. »Für ein Orchester ist ein solches Treffen von großer Bedeutung«, findet Diri­gent Markus Theinert, »denn die Orchester gehen nicht nur mit einer großen Erwartung dorthin, sondern natürlich mit einer für sie nie dagewesenen Möglichkeit, andere Orchester zu beobachten und zu hören.« Vor allem, weil man die Musik des Pflichtstücks etwa dann nicht nur aus der eigenen Perspektive kennenlernt, sondern eben auch von anderen Orchestern. »Für ein Orchester ist dieser Wettbewerb mit ­einem großen Motivationsschub verbunden.« Durch Auftragskompositionen, wie in diesem Jahr durch die Komposition »Ex­treme Beethoven« von Johan de Meij, werden zudem neue Impulse für das Repertoire gesetzt. Denn in Kerkrade erreicht man einen ganz anderen Grad an Öffentlichkeit als durch die Publikation von Katalogen oder Demo-CDs. »Das tut dem Reper­toire grundsätzlich immer gut«, weiß Markus Theinert. 

www.mannheimer-blaeserphilharmonie.de

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