Aus der Blasmusik in die Philharmonie... - ...und wieder zurück: Frank Greiner!

Die Blockflöte ist für einen Teenager vielleicht nicht das ideale Instrument, auch wenn man es schon zu einigen Preisen beim Wettbewerb »Jugend musiziert« gebracht hat. Das dachte sich Mitte der 60er Jahre auch Frank Greiner und ging zur Stadtkapelle seines badischen Heimatortes Bruchsal um Trompete zu lernen. Dort geriet er an zwei nebenberufliche »Universalausbilder« für alle Instrumente. Der erste – den Greiner heute als »pädagogisches Rindvieh« bezeichnet – hielt es nach kurzer Zeit für erwiesen, dass der junge Musiker für sein Wunschinstrument nicht geeignet sei. Deshalb verpasste er ihm ein Tenorhorn. Von seinem zweiten Lehrer musste er sich völlige Talentlosigkeit bescheinigen lassen. Der Musiklehrer am Gymnasium sah das aber anders und ermutigte ihn, Kontrabass zu lernen.

Erst als die Dixielandband der Schule einen Posaunisten brauchte, erinnerte sich Greiner an seine »verunglückten Anfänge in der Blasmusik« und nahm mit 16 Jahren erstmals Unterricht bei einem professionellen Posaunisten. Über seinen damaligen Freund Ehrhard Wetz, später Soloposaunist des NDR, lernte er Prof. Paul Schreckenberger von der Mannheimer Musikhochschule kennen, der ihn sofort unter seine Fittiche nahm.

 

  • 21.09.2011
  • Bläsermusik heute
  • Eduard Oertle
  • Ausgabe: 7-8/2002
  • Seite 20 - 21

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