Arno Haas über seine Musik und magische Hände

  • 16.12.2013
  • Szene
  • Cornelia Härtl
  • Ausgabe: 1/2014
  • Seite 44-46

Der im Schwarzwald geborene Saxofonist Arno Haas ist in der Szene schon längst kein Unbekannter mehr. Durch sein Mitwirken bei unzähligen CD-Aufnahmen, Tourneen und Konzerten hat er sich bereits einen Namen gemacht. Bis zu 250 Auftritte absolviert er im Jahr, oft fünf Tage hintereinander mit fünf verschiedenen Bands. Im Vovember veröffentlichte er nun seine erste eigene CD – ein Traum, den er bereits seit über 20 Jahren hegte und den er sich nun endlich erfüllen konnte.

Titelgebender Track der CD ist ein von Arno Haas komponierter: »Magic Hands«. Seine Kollegen sagen ihm nach, magische Hände zu besitzen – und da es für ihn nach eigener Aussage weitaus schwieriger ist, geeignete Titel für seine Kompositionen zu finden als das Komponieren selbst, notiert er sich hin und wieder Begriffe und Ausdrücke, die sich auch als Musik-Titel eignen könnten. So hat er sich auch seinen Ruf, der Mann mit den magischen Händen zu sein, zu­nutze gemacht. 

Wie aber kommt man überhaupt zu einem solchen Ruf? Die Erfahrung, dass der Titel viel Raum für Spekulationen lässt, konnte er bereits in verschiedenen Gesprächen über seine CD machen. Tatsächlich haben seine magischen Hände aber überhaupt nichts mit Musik zu tun – und erst recht nicht mit einer besonders fingerfertigen Spielweise, wie man vielleicht meinen könnte. Nein, tatsächlich rührt sein Ruf vor allem daher, dass er auf Tourneen gerne mal seine Kollegen massiert. Als Magier am Saxofon sieht er sich selbst überhaupt nicht: »Da gibt es andere, die sehr viel ­magischer mit ihren Händen umgehen können, die schneller sind, die wilder und verrückter und besser sind.«

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