Am Pult der Zeit: Dirigieren in Balance mit dem Orchester - Bleibt der Einfluss des Dirigenten außen vor?

  • 21.01.2013
  • Praxis
  • Hermann Pallhuber
  • Ausgabe: 2/2013
  • Seite 12-13

Seit einem Jahr bereichert Hermann Pallhuber, Dozent für Blas­­orchesterleitung und Dirigent, die Clarino mit einer Praxisserie für Dirigenten. Hierin widmet er sich mit »Hirn, Herz und Hand« den ­Aspekten für Dirigenten. In dieser Ausgabe kümmert er sich um die richtige »Balance«.

Es gibt kaum mehr einen Dirigenten (oder eine Dirigentin), dem (oder der) das Wort »Balance« heutzutage nicht geläufig wäre: Klang- oder Registerbalance im Orchester sind zu Fachbegriffen geworden, die wir uns im Blasorchesterbereich (mit der ständig steigenden Qualität der Musiker) erst in den letzten Jahrzehnten in diesem Zu­sammenhang so richtig bewusst gemacht haben. Die Qualität des Orchesterklangs lässt sich eben besonders in der Aus­ge­wogenheit, der Weiche, der Sonorität und der natürlichen Verhältnisse innerhalb der sprichwörtlichen »Klangpyramide« des (Blas-)Orchesters feststellen. Ein wohl­tuend schwingender Klangapparat basiert fast ausschließlich auf den Gesetzmäßigkeiten der zahlenmäßig, dynamisch und akustisch ausgewogenen Strukturen des Ensembles und seiner elementaren Verhältnisse zueinander. Bei den Betrachtungen von Balancen im Blasorchester bleibt meist der Dirigent und sein Einfluss auf »balanciertes« Musizieren jedoch außen vor.

 

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