Am Pult der Zeit - Die Oboe - "Naive Anmut, unberührte Unschuld, stille Freude"

  • 17.05.2013
  • Praxis
  • Hermann Pallhuber
  • Ausgabe: 6/2013
  • Seite 12-13

Seit über einem Jahr bereichert Hermann Pallhuber, Dozent für Blasorchesterleitung und Dirigent, die Clarino mit einer Praxisserie für Dirigenten. Hierin widmet er sich mit »Hirn, Herz und Hand« den Aspekten für Dirigenten. In dieser Ausgabe nimmt er die herausragende Rolle der Oboe im Blasorchester ins Visier.

Der Titel lässt es anklingen: Die Oboe, ­zerbrechlich, schutzbedürftig, ein zartes Pflänzlein im Reigen der Orchesterinstrumente. Behutsam und wirkungsvoll im Kantabile eingesetzt und auch manchmal missbraucht im Laufe der Instrumenta­tions­geschichte unserer Weltliteratur. So steht schon in der Instrumentationslehre von Berlioz-Strauss zu lesen: »Man findet in […] Partituren Stellen, deren leidenschaftliche Bewegung und kriegerischer Anklang mit dem Tone der Oboen, die sie auszuführen haben, seltsam kontrastieren; daraus entstehen nicht allein verfehlte Wirkungen, sondern auch störende Missverhältnisse […]«.

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