Am Pult der Zeit - Der Marathon des Dirigenten

  • 16.12.2013
  • Praxis
  • Ausgabe: 1/2014
  • Seite 16-17

Seit über einem Jahr bereichert Hermann Pallhuber, Dozent für Blasorchesterleitung und Dirigent, die Clarino mit einer Praxis­serie für Dirigenten. Hierin widmet er sich mit »Hirn, Herz und Hand« den Aspekten für Dirigenten. In dieser Ausgabe vergleicht er die Tätigkeit und Arbeit des Dirigenten mit der eines Langstreckenläufers.

Der zentrale Punkt: die Vorbereitung, oder? Wie gut tut das Gefühl, bereits jetzt für die kommende Konzertsaison alles ­unter Dach und Fach zu haben: die Lite­ratur, das Programm, die Termine, den ­Probenplan, die Konzertreihenfolgen, die Zugaben, das besondere Motto, die Jubi­läums­veranstaltung, das Jugendorchester, den Wettbewerbsplan, ach ja, und dazu meine eigene Fortbildung, womöglich noch ein Gastdirigat... 

Verantwortungsvolle Dirigenten und Kapellmeister planen lange im Voraus und machen sich über die Entwicklung ihres Orchesters und über ihre eigene persönliche und musikalische Entwicklung Gedanken. Es ist heute bereits üblich, Konzepte und Strategien zu erstellen – ganze »Vereinsentwicklungsprogramme« kommen in Mode. Dies ist die eine gute Seite, Hut ab! Ohne Planung geht es nicht – die Zeit der »Schau´n wir mal, es geht dann schon«-Dirigenten ist heutzutage endgültig vorbei. Dennoch: Es bleiben die Stunde »Null« – der Beginn der Probenphase – und das Endziel, das Konzert, die Eckpfeiler unseres Tuns: Der Weg dazwischen ist der Marathon des Dirigenten, den es zu betrachten gilt.

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