Alte Schätze neu entdeckt - (7) Kees Vlaks "Music for a Movie Picture"

  • 20.09.2012
  • Praxis
  • Joachim Buch
  • Ausgabe: 10/2012
  • Seite 16-17

Mit einem Werk von Kees Vlak und einer filmmusikalisch inspirierten Suite von Hans-Joachim Rhinow begann diese Reihe, mit einem an Filmmusik angelehnten Werk von Kees Vlak endet sie in diesem Heft. »Music for a Movie Picture« entstand in den frühen siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts. In dieser Zeit dachte wohl noch niemand daran, Musik aus aktuellen Filmen für Blasorchester zu arrangieren. Auch bis zur Initialzündung »Moment for Morricone« sollte es noch fast zehn Jahre dauern.

Kees Vlak hat seiner »Music for a Movie Picture« (Molenaar) eine erfundene Kriminalgeschichte mit einer Liebeshandlung zugrundegelegt. Man mag in einzelnen Momenten an James Bond denken, jedoch ist die Geschichte zu keinem Zeitpunkt so international vernetzt, wie man es von den Filmen kennt. Entsprechende Hinweise in der Partitur (bzw. der Direktionsstimme; Partituren waren vor 40 Jahren in der europäischen Blasmusik noch lange nicht üblich) lassen einen die Handlung des imaginären Films verfolgen.

Zu jedem Film gehört ein Vorspann. Basierend auf einem rhythmischen Ostinato und einem Trompetenthema im zügigen Alle­gro werden nach und nach die an diesem Film Mitwirkenden vorgestellt – vor und hinter den Kulissen:

Logo der Filmgesellschaft – XY-Film präsentiert – Filmtitel – mit ... – und ... – und ... – Drehbuch – Kamera – Szenenbild – Choreografie – Kostüme – Musik – Maske – Ton – Produzent – Regie

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