alphörner für china - blick in hansruedi bachmanns werkstatt im emmental

Das Nationalinstrument der Eidgenossen wird bis heute in Handarbeit hergestellt. Die Abnehmer stammen nicht nur aus dem Alpenraum, sondern auch aus Amerika und Fernost.

Der beste Käse der Schweiz kommt aus dem Emmental – zumindest nach Überzeugung der Einwohner. Vielleicht liegt es an der Musik: Die Kühe im kleinen Weiler Knubl werden täglich damit beschallt. Immer wieder dringen tiefe, urwüchsige Töne aus den geöffneten Fenstern einer ausgebauten Scheune. Hansruedi Bachmann testet ein neues Instrument. Der 60-Jährige ist Alphornbauer. Dabei hatte er früher mit Musikinstrumenten eigentlich nichts am Hut. Ursprünglich kam Bachmann als Landwirt auf den Hof seiner Schwiegereltern. »Das ist jetzt dreißig Jahre her«, erinnert er sich und schmunzelt dabei in seinen grauen Vollbart. Nach der Arbeit mit den Kühen half er oft dem Schwiegervater aus, der in einer kleinen Werkstatt im Bauernhaus Alphörner herstellte. »Dadurch bin ich in den Beruf reingewachsen. Fünf Jahre lang habe ich gelernt, bis ich mein erstes komplettes Instrument bauen konnte.«

 

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Oliver Gerhard
  • Ausgabe: 7-8/2004
  • Seite 32-34

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